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Elefanten im Taj Mahal und eine Weltkugel auf dem Dach: Jugendstil-Attraktionen in Budapest
In der Blütephase Budapests, von 1890 bis 1914, gestaltete der Avantgarde-Architekt und Jugendstil-Pionier Ödön Lechner, von Kunstliebhabern auch als der ungarische Gaudí bezeichnet, unter anderem das Kunstgewerbemuseum, das Geologische Institut und die Postsparkasse. Imposante Jugendstilarchitektur entdecken Budapest-Besucher aber auch im Zoo der Donaumetropole – besonders im 1907 erbauten Elefantenhaus, das dem Taj Mahal nachempfunden ist, und in der Honvéd-Straße im Stadtzentrum: Im 1903 erbauten Bedö-Haus, einem der schönsten Jugendstilwohnhäuser der Stadt, präsentiert der Sammler Tivadar Vad auf drei Etagen eine beachtliche Art Nouveau-Kollektion.
Entdeckungen im achten Bezirk: Mit Manó Domján und Gyuri Baglyas durch die Budapester Josefstadt
Wer die ungarische Hauptstadt Budapest besucht, spaziert durch das Burgviertel, besichtigt die Fischerbastei, kurt im Rudas-Bad, gönnt sich einen Opernbesuch oder flaniert am Donauufer entlang. So war es jedenfalls bisher. Manó Domján und Gyuri Baglyas wollen dies nun ändern. Die beiden jungen Soziologen führen Besucher seit dem vergangenen Jahr durch die so genannte Josefstadt – den 8. Bezirk Budapests, einen Stadtteil, der wegen seines teilweisen Verfalls, des hohen Roma-Anteils und seines Rufs als ehemaliger Sündenpfuhl der ungarischen Hauptstadt nicht gerade zu den besten Vierteln der Donaumetropole zählt.
Ungarn: Marx und Lenin im Museum: Budapests beispielhafter Umgang mit dem kommunistischen Erbe
Rund vierzig Statuen und Denkmäler finden sich derzeit in einem Erinnerungspark, der bereits 1993 eröffnet wurde und der ursprünglich als ein Leningarten angedacht war, dann jedoch breiter angelegt wurde. Der Statuenpark am Stadtrand von Budapest, in dem sich Denkmäler für Marx und Engels und Lenin ebenso finden wie für hohe ungarische Funktionäre, aber auch für unbekannte Rotarmisten, ist kein Wallfahrtsort für Nostalgiker, sondern eine Dokumentationsstätte, die an den Fall des kommunistischen Ostblocks erinnert - und die als Mahnmal gegen Tyrannei auch zwanzig Jahre nach der Grenzöffnung noch reichlich Zulauf erfährt.
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