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Von den Tafelbergen ins Orinoco-Delta
Veneciola, Kleines Venedig, so nannten die europäischen Entdecker, allen voran Amerigo Vespucci, das Land, auf das sie 1499 zum ersten Mal stießen. Der Name blieb fast unverändert bestehen – auch wenn Venezuela mit Norditalien vergleichsweise wenig zu tun hat. Abgesehen davon, dass Venezuela, genauso wie Venedig, vom Wasser geprägt ist: Am höchsten Wasserfall der Welt, dem Salto Angel, stürzt es 972 Meter in die Tiefe. Im größten Delta des Landes, dem Mündungsgebiet des Orinoco-Flußes, verteilt es sich auf über tausend Kanäle und Kanälchen. Ein beeindruckendes Wasser- und Insellabyrinth, das eine Fläche bedeckt, die so groß ist wie die Schweiz.
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