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Frankreich: Wandern und Pilgern auf den Spuren Maria Magdalenas
Ein Besuch der Grotte Sainte-Marie-Magdaleine, in der sich Maria Magdalena jahrzehntelang vor den Römern versteckt haben soll, lässt sich ideal mit einer Wanderung über das Sainte-Baume-Gebirgsmassiv verbinden. Da das Hochplateau kaum Schatten bietet, empfiehlt es sich, die Wanderung schon morgens zu beginnen – damit man sich beim Einbruch der Mittagshitze bereits auf dem Rückweg befindet, der zum Großteil durch schattige Eiben-, Linden- und Kiefernwälder führt. Im Anschluss an die Wanderung lohnt sich ein Abstecher in die Kleinstadt Saint-Maximin-la-Sainte-Baume. Die Provinzstadt, in der Maria begraben sein soll, war über viele Jahrhunderte eines der wichtigsten Pilgerziele Frankreichs.
Frankreich: Wanderungen ins Blaue - Auf literarischen Spuren und GPS-kartierten Routen entlang der Cote d’Azur
Der Nürnberger Ralf Nestmeyer, seit Jahren ein passionierter Südfrankreich-Reisender, hat im vergangenen Jahr erstmals einen Provence-Wanderführer herausgegeben. Das Buch, das 38 GPS-vermessene Touren enthält, stellt neben zahlreichen Routen durch das Binnenland auch einige der schönsten Küstenwanderungen vor. Ganz in der Nähe von Nestmeyers Wanderrouten findet sich das Küstenstädtchen Sanary-sur-Mer. In den 30er Jahren lebten hier unter anderem Leon Feuchtwanger und Ludwig Marcuse, Arnold und Stefan Zweig, Heinrich und Thomas Mann, Egon Erwin Kisch und Arthur Köstler, Theodor Wolff und Joseph Roth, Hermann Kesten und Franz Werfel.
Ungarn: Elefanten im Taj Mahal und eine Weltkugel auf dem Dach: Jugendstil-Attraktionen in Budapest
In der Blütephase Budapests, von 1890 bis 1914, gestaltete der Avantgarde-Architekt und Jugendstil-Pionier Ödön Lechner, von Kunstliebhabern auch als der ungarische Gaudí bezeichnet, unter anderem das Kunstgewerbemuseum, das Geologische Institut und die Postsparkasse. Imposante Jugendstilarchitektur entdecken Budapest-Besucher aber auch im Zoo der Donaumetropole – besonders im 1907 erbauten Elefantenhaus, das dem Taj Mahal nachempfunden ist, und in der Honvéd-Straße im Stadtzentrum: Im 1903 erbauten Bedö-Haus, einem der schönsten Jugendstilwohnhäuser der Stadt, präsentiert der Sammler Tivadar Vad auf drei Etagen eine beachtliche Art Nouveau-Kollektion.
Ungarn: Entdeckungen im achten Bezirk: Mit Manó Domján und Gyuri Baglyas durch die Budapester Josefstadt
Wer die ungarische Hauptstadt Budapest besucht, spaziert durch das Burgviertel, besichtigt die Fischerbastei, kurt im Rudas-Bad, gönnt sich einen Opernbesuch oder flaniert am Donauufer entlang. So war es jedenfalls bisher. Manó Domján und Gyuri Baglyas wollen dies nun ändern. Die beiden jungen Soziologen führen Besucher seit dem vergangenen Jahr durch die so genannte Josefstadt – den 8. Bezirk Budapests, einen Stadtteil, der wegen seines teilweisen Verfalls, des hohen Roma-Anteils und seines Rufs als ehemaliger Sündenpfuhl der ungarischen Hauptstadt nicht gerade zu den besten Vierteln der Donaumetropole zählt.
Ungarn: Marx und Lenin im Museum: Budapests beispielhafter Umgang mit dem kommunistischen Erbe
Rund vierzig Statuen und Denkmäler finden sich derzeit in einem Erinnerungspark, der bereits 1993 eröffnet wurde und der ursprünglich als ein Leningarten angedacht war, dann jedoch breiter angelegt wurde. Der Statuenpark am Stadtrand von Budapest, in dem sich Denkmäler für Marx und Engels und Lenin ebenso finden wie für hohe ungarische Funktionäre, aber auch für unbekannte Rotarmisten, ist kein Wallfahrtsort für Nostalgiker, sondern eine Dokumentationsstätte, die an den Fall des kommunistischen Ostblocks erinnert - und die als Mahnmal gegen Tyrannei auch zwanzig Jahre nach der Grenzöffnung noch reichlich Zulauf erfährt.
Japan: Unbekanntes Japan: Pilgern und Baden auf Shikoku
Japan – ein Land zwischen Shintoismus und Buddhismus, ein Land zwischen Hightech und Jahrtausende alten Traditionen. Auf der Insel Shikoku, der kleinsten der vier japanischen Hauptinseln, existiert ein 1200 Kilometer langer Pilgerweg, der Hachiju Hakkasho, der Kūkai, dem Gründer des Shingon-Buddhismus gewidmet sind. 150.000 bis 200.000 Japaner suchen die insgesamt 88 Tempel entlang des Hachiju Hakkasho alljährlich auf – und dank eines österreichischen Pilgers, der den kompletten Weg zu Fuß gegangen ist, gibt es sogar ein Buch mit einer umfassenden deutschsprachigen Wegbeschreibung.
Japan: Insel der Langlebigkeit: Okinawa – das japanische Hawaii
Für Japaner von den vier Hauptinseln ist Okinawa ein beliebtes Badeziel, rund sechs Millionen von ihnen fliehen alljährlich in den sonnigen Süden. Doch mittlerweile entdecken auch internationale Touristen den Charme des subtropischen Eilandes, das zwar zu Japan gehört, aber nicht so richtig japanisch anmutet. Neben normalen Badegästen fasziniert das japanische Hawaii Langlebigkeitsforscher aus aller Welt. Sie pilgern in den Ort Ogimi, in dem 30 Prozent der 3500 Einwohner mindestens sechzig Jahre als sind und mehr als ein Dutzend Männer und Frauen bereits ein dreistelliges Alter erreicht haben.
Japan: Mit dem Rad über das japanische Binnenmeer - Über den Shimanami Kaido von Honshu nach Shikoku
Das Brückensystem des Shimanami Kaido – das Wort "Shima" steht für Insel und das das Wort “nami” für Wellen - gehört mittlerweile zu den beliebtesten Fahrradrouten Japans. Wer an den einzelnen Stationen nicht verweilt, kann die Überfahrt per Fahrrad durchaus an einem Tag schaffen. Lohnenswert jedoch ist es, sich mehr Zeit zu nehmen, um die Sehenswürdigkeiten auf der Strecke zu genießen. Ein Höhepunkt der Fahrt ist ein Stopp beim Oyamazumi-Schrein auf der Insel Omishima. Der Legende nach wurde dieser Schrein durch den ersten Kaiser Japans gegründet, den Jimmu-Tenno.
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