"> Fr. Polynesien

Redaktionsbüro

Rainer Heubeck

Fr. Polynesien

Urlaub auf der Perlenfarm. Das Atoll Fakarava – ein Südseeparadies für Individualisten

Mädchen mit Blumen im Haar, türkisblaue Lagunen und sanfte Musik. Die Magie der Südsee ist ungebrochen. Ein Grund dafür sind auch die sagenumwogenen schwarzen Perlen, die überall in Französisch Polynesien gewonnen werden. Clothilde und Joaquim Havaiki-Dariel lebten zehn Jahre lang so gut wie ausschließlich von den „Edelsteinen des Meeres“. Rund 40.000 Perlaustern sind ihr Eigentum. Doch mittlerweile hat sich der Perlenfarmer ein zweites Standbein geschaffen. Vier kleine Bungalows, allesamt liebevoll ausgestattet und direkt an der Lagune gelegen, sind sein Einstieg in den Wachstumsmarkt Tourismus. „Ich sehe Perlenfarm und Tourismus als eine Verbindung an, denn viele meiner Besucher sind interessiert daran, auch die Perlenfarm zu sehen“, erläutert Joaquim die Südsee-Variante des Konzepts „Urlaub auf dem Bauernhof.“ Ein Modell, das funktioniert: Joaquims Bungalowanlage ist die meiste Zeit ausgebucht.

 

Auf der Suche nach dem Paradies – auf Paul Gauguins Spuren nach Tahiti

 „Dort auf Tahiti könnte ich in der Stille der schönen tropischen Nächte, den sanft rauschenden Klängen in meinem Inneren lauschen, den Regungen meines Herzens folgen...“, schwärmte Gauguin in einem Brief an seine Frau Mette. Erst Monate später – kurz nach seinem 44 Geburtstag – sollte Paul Gauguin die sagenumwobene französische Kolonie im Pazifik zu Gesicht bekommen.

In Papeari, an der Westküste der Insel, findet sich heute ein Museum mit zahlreichen Reproduktionen von Gauguins Werken. Sein wichtigstes Motiv: die Anmut der Menschen der Südsee. Auf einem Hügel am Stadtrand von Papeete entsteht derzeit ein weiteres Atelier mit originalgetreuen Kopien der wichtigsten Werke Gauguins. Der Initiator des Projekts heißt Marcel Tai-Gauguin, ist 55 Jahre alt – und einer der Enkel des im Jahr 1903 auf den Marquesas verstorbenen französischen Malers. Marcel Tai-Gauguin hat erst angefangen, sich mit der Malerei zu beschäftigen. „Ich bin sicher, dass Gott mir das Talent und die Gabe meines Großvater geschenkt hat“, sagt er.
 

 

 

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