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Redaktionsbüro

Rainer Heubeck

Ecuador

 

Regenwald mit allen Sinnen: Ein Besuch im Cuyabeno-Nationalpark
 

Das Zirpen der Zikaden schwillt an, meist wellenförmig. Zu hören ist die tausendstimmige Symphonie des Dschungels vor allem nachts – dann, wenn die Schreie der Aras und Tukane verstummt sind - und auch kein knatterndes Motorboot auf dem Rio Cuyabeno das Konzert der Natur stören kann. Ein Besuch im ecuadorianischen Regenwald bietet nicht nur für die Ohren, sondern für sämtlich Sinne eine Herausforderung: Der Geruch der Ingwerblüte oder des Papageienschnabels, der Geschmack ein frisch gepflückten Passionsfrucht, der Anblick von Brüllaffen und Gelbkopfgeiern – im Cuyabeno-Naturpark gehört das ebenso zum Alltag wie die Begegnung mit Schamanen, die mit Tapir- und Wildschweinzähnen behängt sind.
 


Im Zickzack-Kurs zur Teufelsnase – eine abenteuerliche Zugfahrt in den ecuadorianischen Anden.


25 Stundenkilometer, 28 Stundenkilometer – die Lokomotive zuckelt äußerst gemächlich voran. Dennoch: Sergio Luna blickt konzentriert nach vorne. Der 41-jährige Lokomotivführer richtet seinen Blick unablässig auf die vor ihm liegenden Schmalspurgleise. Denn es kommt häufig vor, dass er plötzlich anhalten muss. Zum Beispiel, weil Felsbrocken oder eine kleiner Erdrutsch die Strecke versperren. Die Fahrt von Riobamba zur Teufelsnase – bei der sich die meisten Touristen nicht in den Waggon, sondern aufs Zugdach setzen – gehört zu den Höhepunkten einer Rundreise durch Ecuador. Hauptattraktion der siebenstündigen Zugfahrt sind nicht die majestätischen Vulkane und die Indiodörfer entlang der Strecke, sondern eine Schlucht, in die der Zug nur mittels mehrerer Spitzkehren einfahren kann.
 


Tiere ohne Scheu: Mit Seelöwen und Blaufußtölpeln auf Tuchfühlung


Das Galápagos-Archipel, 1000 Kilometer westlich von Ecuador im Pazifik gelegen, ist ein einzigartiges Laboratorium der Evolution. Fernab anderer Einflüsse haben sich hier Tier- und Pflanzenarten herausgebildet, die schon Charles Darwin bei seinem Besuch im Jahr 1835 stark faszinierten. Und da Blaufußtölpel und Seelöwen, Fregattvögel und Maskentölpel, Riesenschildkröten und Albatrosse hier fast ohne natürliche Feinde leben, zeigen die Tiere auch Menschen gegenüber keinerlei Scheu. Die beliebteste Art, die „verzauberten Inseln“ zu bereisen, ist eine Galápagos-Kreuzfahrt, bei der die Highlights der Inselwelt angesteuert werden. Schwerpunkt meiner Reportage ist die Begegnung mit der faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt der Inseln Seymour Norte, Genovesa, Española und Santa Cruz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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